Solidarische Landwirtschaft

Das Prinzip

Solidarische Landwirtschaft (Solawi) basiert auf der direkten Zusammenarbeit von Produzent_innen und Konsument_innen. Dahinter stehen der Wille zu mehr Selbstbestimmung bei der Nahrungsmittelproduktion und der Wunsch nach einer wirklich nachhaltigen Landwirtschaft.

Betriebsbeitrag statt Produktepreise
Anstatt das Gemüse zu bezahlen, finanzieren die Konsument_innen die Produktion. Mit Jahresbeiträgen werden die vollen Produktionskosten gedeckt. Dies ermöglicht eine Risikoteilung, entlastet die Produzent_innen vom Preisdruck und sichert ihr Einkommen.

Kontinuität und Verbindlichkeit
Produzent_innen und Konsument_innen schliessen sich längerfristig zusammen. Das Abo läuft jeweils ein ganzes Jahr, was der Anbauplanung entspricht. Es ist von Anfang an klar, für wen produziert wird, die Vermarktung entfällt und die Nahrungsmittel kommen frisch und ohne Verluste bei den Konsument_innen an.

Partizipation
Die Produktion wird von den Konsument_innen mitgetragen. Durch die praktische Mitarbeit im Betrieb und die persönlichen Erfahrungen wird die Wertschätzung für die bäuerliche Arbeit und die Lebensmittel gefördert.

Ernteanteil – Gemüsetaschen
Die Abonnent_innen finanzieren mit einem jährlichen Betriebsbeitrag einen Teil der Produktion und erhalten dafür einen Ernteanteil in Form einer wöchentlichen Gemüsetasche. Diese kann jeden Freitagnachmittag in einem Depot abgeholt werden.

Damit der Anbau geplant werden kann und, um Überschüsse und Engpässe zu vermeiden, ist eine Kündigung der Abos nur auf Ende Jahr möglich.

Mitarbeit
Alle Mitglieder arbeiten an mindestens zwei bis vier Halbtagen im Jahr auf dem Betrieb mit.